Dienstag, 21. Juni 2011
Die Reparatur- und Renovierungsarbeiten im Atelier sind nun abgeschlossen und ich kann meine Arbeit darin weiterführen.

Ausgefeilte Porträts direkt von der Person kann ich nach dem 24. August in der Zeit zwischen 8 Uhr und 14 Uhr in meinem Atelier nach Absprache umsetzen. Das Porträt entsteht gestaffelt je nach Stundeneinsatz. Standort: Benzingerode, Schulstraße 4.

Schnellporträts direkt von der Person jeweils nach Absprache. Standort: Benzingerode, Schulstraße.
In der Sommerferienzeit vom 11. Juli bis 24. August kann es zu Einschränkungen kommen.
Schadensmeldung vom Mittwoch, 4. Mai 2011
Am Abend des 4. Mai wurde mein Atelier durch einen unverschuldeten Wassereinbruch aus der oberen Etage für die folgenden Wochen unbrauchbar gemacht. Die Decke aus Lehm löste sich in Schlamm auf und fiel in Teilen auf die Arbeitsflächen. Wasser lief an den Wänden herunter und benetzte hängende Bilder. Auf dem Boden sammelte sich eine Menge Schlammwasser. Durch die sofortige Anwesenheit konnte ich aktuell alle Bilder erfolgreich reinigen. Aktuelle Auftragsarbeiten und Zeichnungen sind glücklicherweise nicht betroffen, da ich sie zur Prüfung bereits umverlagert hatte. Einige Rahmen wurden durch das Wasser zerstört. Der Raum muss nun einige Wochen durch Technik trockengelegt werden und anschließend neu renoviert werden. Ich verlagere für diese Zeit meine Arbeitsstätte in andere Räume und beschränke mich auf meine neue Arbeitsmethode der Ölzeichnung auf Spezialpapier.
Freitag, 19. November 2010
Nach einer Probephase kann ich nun mit Freude verkünden, dass ich eine neue Maltechnikt eingeführt habe, die mir mehr Möglichkeiten eröffnet. Bisher arbeitete ich mit einer groben Flächengrundierung und arbeitete in vielen Schichten das Bild heraus. Bei der neuen Technik skizziere ich das Bild mit Bleistift zart auf die weiße Grundierung, lege eine hauchzarte einfarbige (fast neutrale) Grundierung auf, die die Skizze durchscheinen lässt und arbeite aus dieser Grundierung in ebenso hauchzarten Schichten das Bild heraus, wobei immer Teile der unteren Schichten sichtbar bleiben. In etwa zu vergleichen mit dem Übereinanderlegen von farbigen Transparentpapier. Der Vorteil dieser Maltechnik liegt in der geringen Öl- und Kalkmenge, so dass die Gefahr des Farbbruchs nach Jahrzehnten geringer sein dürfte, als bei dickeren Farbschichten. Der ökonomische Gesichtspunkt steht hier ohnehin außer Frage - mit dieser Technik könnte ich weite Reisen unternehmen, ohne Material nachholen zu müssen. Diese Technik werde ich überwigend in der Porträtmalerei anwenden - für manch anderen Bereich ist die alte Technik auch nicht zu entbehren. Beides hat also seine Vor- und Nachteile. Mehr Zauber hat aber ohne Zweifel die neue Technik - schade, dass ich das nicht schon eher entdeckt habe.
Mittwoch, 18. August 2010
The show must go on -
es geht weiter - Gott sei Dank. Mein Arbeitszeitraum hat sich erst mal vergrößert. Möge meine Malerei darin reifen. Aber nun habe ich erst noch eine ganze Menge aufzuholen. Na, sodann ziehe ich den Kittel über und krämple meine Ärmel hoch. Allerdings, jeder Maler kennt das sicher, muss ich mich auch hüten vor der Flut an Eindrücken.
Donnerstag, 11. März 2010
Aus privaten Gründen kann ich leider bis vorraussichtlich August keine neuen Aufträge annehmen.
Die laufenden Anfragen und Aufträge werde ich nach besten Möglichkeiten ausführen.
Ich bitte um Verständnis in der zeitlichen Einschränkung und verbleibe in freudiger Erwartung auf die neuen Aufgaben, sobald mir wieder die Möglichkeiten dazu gegeben sind.
Gespräche mit Malern oder Interessenten können weiter angemeldet werden.
Donnerstag, 7. Januar 2010
Meine Arbeit im Atelier beginnt im neuen Jahr unter Anderem mit einem Begrüßungsbild über die immerwährende Spirale der Zeit. Es ist eine freie Kreation über den Lauf der Jahreszeiten, den Wandel des Tages und dem, was uns täglich begegnet. Ich male die Kälte und die Wärme, die Höhen und díe Tiefen, den Zorn und die Freude, die Liebe aus ihre Weise, die Kraft und die Schwäche, die Zuwendung und die Ablehnung, die Neugier und die Gleichgültigkeit, Verborgenes und nicht Verborgenes. Auch wenn die Zeit immer weiter geht, begegnen uns dise Dinge doch immer wieder. Nehmen wir an, dass im Fortgang der Zeit die Welt dennoch festen Gesetzen unterliegt, denen wir uns fügen müssen, denen wir aber auch begegnen können. Es kommt, was dem Gesetz nach gerade an der Reihe ist. Diese Gesetze können wir weder leugnen, noch ignorieren. Wir sind mittendrin. Ich freue mich, dass ich diese Form der Arbeit nun langsam für mich übernehmen kann.
Montag, 9. November 2009
Weiter geht es in den Experimenten - ein Ausprobieren auf neuen Wegen und Pfaden bleibt in meiner freien Arbeit eine notwendige Sache. Manche Experimente bedürfen jedoch auch einer gewissen Vorbereitungszeit und einem gewissen gezielten Status neben den rein zufälligen und auch sehr wertvollen Experimenten. Ein solches geplantes Experiment liegt nun vor mir, die Arbeit mit Ölpastellstiften auszufeilen. Aber ich muss mich gedulden, bis mir die notwendige zusammenhängende Zeit gegeben ist. Das Warten auf diesen Moment ist eine Herausforderung. Vielleicht erfahre ich die Erkenntnis "was lange währt, wird gut" - alles kommt zu seiner Zeit. Ich strebe gerade eine neue Öltechnik an, die sich nun langsam aus meiner bisherigen Maltechnik herauslöst. Neben dem Experimentieren, die ja auch die geistige Vorbereitungszeit mit einschließt, ist eben auch das Begreifen eine notwendige Sache zur weiteren Umsetzung.
Freitag 16. Oktober 2009
Mein Dank geht heute an die Hortkinder aus Heimburg, die mich in der Malerei begleitet haben. Ganz praktisch im Atelier ausprobiert ist es auch für mich als Malerin eine wertvolle Sache, Wissen weiterzugeben und zu bewahren, welches in unserer industriellen und vorgefertigten Welt langsam verloren geht. So manches Geheimnis der Farben haben wir lüften können.
Meine Erkenntnis aus den Farbstudien:
Will ich die hohe Leuchtkraft der brillanten Farben aus der Natur wiedergeben, besonders solcher von Blumen, dann bedarf es auch den Einsatz von Pigmenten höherer Qualität. Es lohnt sich, denn von guten Pigmenten bedarf es auch nur einer geringer Menge, um eine brillante Farbe herzustellen. Ich selbst verwende bei mehreren Schichten diese hochwertigen Farben eher in der obersten Schicht. Es ist eine Übungssache, diese Farben gezielt unter einer transparenter Übermalung einzusetzen. Hier ist das Experimentieren gefragt - für jeden Maler fast unerlässlich.
Heute ist der 9. Juni 2007. Ich beginne mein Tagebuch
Zum besseren Verständnis über die Wandlungen in mir beschreibe ich heute einige Gedanken zu meinem Wesen, bevor ich zum eigentlichen Tagebuch komme.

Der Ausdruck in meinen Bildern spiegelt meinen Lebensinhalt wieder. Ich arbeite weniger mit den Themen, eher mit Empfindungen. Kräftige Farben, wie sie zur Zeit überwiegen, zeigen eine gewisse Anspannung und Fülle in meiner geistigen Unruhe. Zarte Farben spiegeln eine deutliche Entspannung wieder, die ich mir aber auch meditativ herbeirufen kann, wenn ich sie brauche (sollte ich noch nicht überladen sein). Oft erkenne ich mich erst über meine Bilder. Ich erlebe die Welt oft bunter und greller, als sie vielleicht ist. Ein Grau als Farbe zu benutzen ist daher für mich eine Herausforderung. Fast nicht zu glauben, dass es mir bis zur Schulzeit sehr schwer fiel, Farben überhaupt zu erkennen. Ich ärgerte mich damals wahnsinnig darüber, die einfachsten Farben nicht sicher benennen zu können. Die Farbe Schwarz war mir als einzige bestens bekannt, was meinem Umfeld (Kindergarten nicht verborgen blieb, wie man mir später mitteilte).

Ein einziger Eindruck, den ich heute in der Welt aufnehme, wiegt manchmal schon sehr schwer und die Blüte einer Blume allein kann mich bewegend beschäftigen - bis ich sie gemalt habe - dann löst sich meist alles wieder auf. Gesichter, die mir begegnen, würde ich am liebsten oft auf der Stelle malen, um deren Eindruck zu verarbeiten. Das begründet vielleicht auch meine Vorliebe für die Porträtmalerei.

Geräusche und Klänge, wie auch Musik empfinde ich oft überdimensional, weil sich in mir alles, was ich aufnehme, mit den Farben, der Bewegung, der Dichtung und der Form verbindet. Grundsätzlich habe ich Geduld mit mir, nur überhäufen mich oft mein Ideenreichtum und meine Wünsche nach Umsetzung, dass ich immer wieder drosseln muss. Dann finde ich aber auch wieder Phasen, in denen ich in meinem Schaffen ruhen kann, nur mein Geist arbeitet stetig. So kann ich dieses Innenleben auch genießen, ohne etwas zu tun. Das ist meine Art von Fernsehen. Ich bin ein positiv eingestellter Mensch und suche selbst in schweren Situationen stetig nach Lösungen. Ich vertraue auf den Sinn aller Begegnungen und Ereignisse. In den seltensten Fällen gebe ich ein Vorhaben auf. Die Hoffnung begleitet mich. Bei Fehlschlägen suche ich neue Lösungsansätze und lasse mich gern auch überraschen, was mir kommt. Ich neige dazu, Vieles verstehen zu wollen, aber zunehmend gelingt es mir, die Dinge auch einfach nur so anzunehmen, wie sie sind. Dann ist es eine Herausforderung, das Beste daraus zu machen. Darin sehe ich eine wichtige Aufgabe. Das Leben stellt uns Menschen auf die Probe, ob wir leben wollen oder aufgeben. Ich habe mich längst frühzeitig zum Leben entschieden und wünsche es vielen anderen Menschen. Mein häufiges Schlagwort: "Ich bin erschöpft". Vielleicht kann ich es irgendwann in meinem Verständnis einmal austauschen durch "Ich bin erfüllt".

Ich bedauere ein wenig, dass mir zur heutigen Zeit kaum Bildmaterial für diese Internetseite geblieben ist, da ich nur wenig über die entstandenen Bilder dokumentiert habe, die ich bisher gemalt habe. Nun versuche ich,die folgenden Werke aufzunehmen, Da ich aber überwiegend nach Aufträgen male, benötige ich das Einverständnis des Auftraggebers.
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